Hintergrundinformationen zum Thema Kartsport:
Der Kartsport (auch Karting genannt) ist der Teil des Motorsports bei dem die Rennfahrer mit kleinen, motorisierten Fahrzeugen namens Karts auf spezielle dafür gebauten Kartbahnen Wettbewerbe austragen. Daneben gibt es noch die Hobbyvariante, bei denen Jedermann auf Pisten, die sich oftmals in Hallen befinden, zum Zeitvertreib Kartfahren kann.
Durch ihre einfache und leichte Bauweise sind Karts sehr schnell und agil. Sie können Geschwindigkeiten von über 200 km/h erreichen. Durch den niedrigen Schwerpunkt nur wenige Zentimeter über der Fahrbahn werden im Kartsport hohe Kurvengeschwindigkeiten erzielt, was zu einer starken körperlichen Beanspruchung führt. Heutzutage wird der Kartsport im Wesentlichen von Kindern und Jugendlichen betrieben, so dass der Kartsport in der Regel der Einstieg in den Motorsport ist. Trotzdem können bei einer Saison Kosten von über 50.000 Euro entstehen.
Das erste Kart wurde 1956 vom US-amerikanischen Ingenieur Art Ingels gebaut – ausgerüstet mit einem Rasenmähermotor, der über eine Fahrradkette ein Hinterrad antrieb.[1] Ingels, der zuvor bei Kurtis Kraft Rennwagen baute, stieß mit seiner Erfindung auf großes Interesse. Schnell fanden sich Nachahmer des simplen Konzepts und auf Parkplätzen wurden erste Rennen ausgetragen. Bereits 1959 wurden Karts auf der Pariser Automobilausstellung gezeigt und fanden so ihren Weg nach Europa.
Man unterscheidet je nach Länge und Dauer des Rennens zwischen Sprint- und Langstreckenserien. Sprintrennen werden von Einzelfahrern absolviert, während Langstrecken von Teams zurückgelegt werden. Daneben gibt es die Disziplin des Kartslaloms.
Sprintrennen
Beim Sprintrennen wird eine bestimmte Anzahl von Runden gefahren. Die in Deutschland am höchsten bewertete Serie ist die Deutsche Kart Meisterschaft. Ferner gibt es auch eine Europa und Weltmeisterschaft die vom Kart-Weltverband CIK veranstaltet wird.
Langstreckenrennen
Beim Langstreckenrennen fahren die teilnehmenden Teams für eine vorher festgelegte Zeit zwischen 3 und 24 Stunden. Gewonnen hat am Ende das Team, das in der Zeit die meisten Runden zurückgelegt hat. Obligatorisch sind während des Rennens Fahrerwechsel. Außerdem muss das Kart regelmäßig nachgetankt werden. Die bekannteste Langstreckenserie im Deutschen Kartsport ist die German Team Championship (GTC), die in drei verschiedenen Divisionen ausgetragen wird.
Kartslalom
Eine weitere, weit weniger verbreitete Disziplin des Kartsports ist der Kartslalom. Dabei befahren die Teilnehmer nacheinander einen durch Pylonen abgesteckten Parcours. Für jede Pylonenberührung bekommt der Fahrer Strafsekunden. Gewonnen hat am Ende der Zeitschnellste. (Quelle:Wikipedia)