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Unterwegs mit Christine – Drachenfelsbahn

Christine Duprés hat sich in das Rheinland verliebt und begibt sich auf Spurensuche. Heute entdeckt sie die Drachenfelsbahn in Königswinter.

Hintergrundinformationen zur Drachenfelsbahn:

Die Drachenfelsbahn ist die älteste der vier noch betriebenen Zahnradbahnen in Deutschland. Obwohl sie nicht am Straßenverkehr teilnimmt, wird sie nach der BOStrab betrieben, sie ist damit rechtlich eine Straßenbahn besonderer Bauart. Die meterspurige Bahn verbindet seit 1883 die im Rheintal gelegene Altstadt von Königswinter mit dem Siebengebirge und endet knapp unterhalb des Drachenfels-Gipfels. Die 1.520 Meter lange Strecke überwindet dabei 220 Höhenmeter, die maximale Steigung beträgt 20 Prozent. Die Drachenfelsbahn ist eine der meistgenutzten Zahnradbahnen Europas, bis heute beförderte sie mehr als 35 Millionen Fahrgäste.

Geschichte:

1881 beantragte die Deutsche Lokal- und Strassenbahngesellschaft die Konzession für eine Bergbahn hinauf auf den Drachenfels. Am 13. Juli 1883 fand die erste Personenfahrt statt; vier Tage später wurde die Drachenfelsbahn als erste deutsche Zahnradbahn mit öffentlichem Personenverkehr feierlich eröffnet. Die Bahn galt als technische Sensation und wurde ein Publikumsmagnet. Durch sie konnten die Besucher den Drachenfels-Gipfel und die Burgruine Drachenfels erstmals ohne den beschwerlichen Aufstieg erreichen. Später wurde auch das 1894 fertiggestellte Schloss Drachenburg zu einem beliebten Ausflugsziel per Bahn; dort befindet sich die einzige Zwischenstation der Bahn.

1913 trennte sich die Deutsche Lokal- und Strassenbahngesellschaft wieder von ihrer Bergbahn; neuer Besitzer wurde der Kölner Unternehmer Ferdinand Mülhens, Chef und Inhaber des weltbekannten Hauses 4711. Zehn Jahre später, am 13. Juli 1923, fusionierte er schließlich die Drachenfelsbahn mit der benachbarten Petersbergbahn zur bis heute bestehenden Bergbahnen im Siebengebirge AG.

Am 12. Juni 1953 wurde die Bahn auf elektrischen Antrieb umgestellt, anfangs verkehrte jedoch zunächst nur ein elektrischer Triebwagen (ET I). Nach und nach wurden jedoch weitere Triebwagen angeschafft, welche die Dampfzüge sukzessive ersetzten. Diese Fahrzeuge aus den 1950er-Jahren werden dabei bis heute genutzt (außer ET I). Mittlerweile werden die Fahrzeugnummern jedoch in Arabischen Ziffern angeschrieben, diese ersetzten 1982 die zuvor in Römischen Zahlen angeschriebenen Fahrzeugnummern.

Diese Sendung ist auch als PODCAST verfügbar.